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The Electric Hotel

Ein Kunstprojekt mit dem Namen "The Electric Hotel" ist derzeit auf vielen Festivals und Messeveranstaltungen zu sehen. Die Initiatoren haben eine amerikanischen Wohnwagen aus den 60er Jahr umgebaut. Es geht - wie der Name schon verrät - um Strom. Und zwar regenerativen Strom. Solarmodule auf dem Dach, ein Generatorfahrrad, eine Kleinwindkraftanlage, ja sogar ein (von Hand betriebenes) Pumpspeicherkraft laden ein, sich auszuprobieren und die Erneuerbaren kennenzulernen.

Darüber hinaus bietet das Electric Hotel einen tollen Service: Handys können kostenlos mit regenerativem Strom aufgeladen werden. Denn nur selten gibt es auf Festivals öffentliche Steckdosen.

Eine informative Website berichtet über das Projekt "The Electric Hotel".

JugendSolar gewinnt Anerkennungspreis beim Energiepreis der Stadt Bamberg

Wir freuen uns darüber, dass die Stadt Bamberg unseren praktischen Ansatz der Umweltbildung hervorhebt und uns mit einem Anerkennungspreis in Höhe von 500,- Euro bedacht hat!

Umweltamtsleiter Herbert Schütz überreichte das Preisgeld zusammen mit einer Urkunde für die Idee und deren Umsetzung, gerade Jugendliche direkt mit dem Thema Photovoltaik vertraut und diese „begreifbar“ zu machen. Er hob dabei vor allem die enge Verbindung von Theorie und Praxis heraus. So wurden bereits auf dem Gebäude des Erzbischöflichen Jugendamtes und auf dem Gemeindezentrum in St. Urban Solaranlagen installiert.

Der Energiepreis der Stadt Bamberg wird bereits seit mehren Jahren vergeben. Die Stadt Bamberg möchte damit die kritische Auseinandersetzung mit der Energiethematik fördern und Anreize für die Entwicklung und Umsetzung effizienter Lösungen geben. Denn lokale Beispiele vermitteln nachahmenswerte Planungenbesonders anschaulich und können auf diese Weise Vorbildfunktion ausüben.

JugendSolar kommt an die Schule!

Auf der Landesgartenschau 2012 wurde das Schule-im-Grünen-Angebot von Schulen bereits rege genutzt. Aus diesem Grund wird das Angebot ab März 2013 in leicht veränderter Form fortgeführt:

Das Angebot

Das zwei Schulstunden umfassende Angebot ist praxisorientiert und richtet sich an Schulklassen der 4. bis 9. Jahrgangsstufe. Das Experimentieren und selbst Ausprobieren stehen im Vordergrund. Bearbeit werden mit den Schülern ja nach Wetter die Themenkomplexe Solarenergie/Fotovoltaik, sowie Energie/Energieverbrauch. Zwei Multiplikatoren von Jugendsolar gestalten das Angebot.

Voraussetzungen und Kosten

Es fallen Kosten in Höhe von 3,- Euro pro Schüler an. Diese Erhebung dient unter anderem dazu, Verbrauchsmaterialien zu ersetzen. Die begleitenden Multiplikatoren finanziert JugendSolar über eigene Mittel.

Das Angebot findet bei gutem Wetter im Freien statt, da für einige Experimente Sonnenlicht benötigt wird. Hierfür sollten eine entsprechende Fläche und 2 bis 3 Tische vorhanden sein. Bei schlechtem Wetter wird das Programm entsprechend angepasst.

Im Idealfall wurden die Themen Sonnenenergie und Energieverbrauch im Unterricht bereits bearbeitet. Dies ist jedoch keine Voraussetzung.

Die Angebote beginnen im März 2013 und können ab sofort bei JugendSolar gebucht werden. Weitere Informationen und Buchung des Angebotes im JugendSolar-Büro.

 

100% Erneuerbare sind möglich!

Eine aktuelle Studie des Fraunhofer Institutes hat ein Szenario entwickelt, wie sich Deutschland im Jahre 2050 zu 100% aus regenerativen Quellen mit Strom und Wärme versorgen kann. Klingt erstmal unglaublich, ist aber durchaus wissenschaftlich fundiert und belegt.

Die Wissenschaftler sind sich einig: Sollten Strom und Wärme im Jahr 2050 noch fossil bereitgestellt werden, müsste wegen steigender Brennstroffkosten mit eklatant höheren Strom- und Wärmepreisen gerechnet werden. Würde man auf erneuerbare Energien setzen, blieben die Energiepreise in etwa auf dem heutigen Niveau. Dafür sind allerdings heute erstmal Investitionen nötig, die sich später aber umso bezahlter machen.

Betrachtet man die Fotovoltaik, so müsste man deren Gesamtkapazität im Vergleich zu heute etwa versechsfachen. Die Studie zeigt damit auch, wie unsinnig es wäre, den Ausbau der Erneuerbaren zu begrenzen. Unter dem Stichwort "Kostenbremse" wird dies derzeit in der Politik aber gerade diskutiert.

Die Studie entwirft ein spannendes Szenario einer künftigen sauberen Energieversorgung und kann beim Fraunhofer Institut heruntergeladen werden.

Eine aussagekräftige Infografik stellt das Zusammenspiel der verschiedenen Energieträger dar.

 

Reboundeffekte beim Energiesparen?

Was ist darunter wohl zu verstehen? Den Begriff Reboundeffekt oder Rückschlageffekte hat der Schweizer Autor Marcel Hänggi in seinem Buch "Wir Schwätzer im Treibhaus" geprägt.

Reboundeffekte drohen lt. Hänggi viele Energiespareffekte zunichte zu machen bzw. sogar ins Gegenteil zu verkehren. Ein Beispiel: Jemand, der sein Haus energetisch saniert, spart damit nicht nur Energie, sondern auch Geld. Wenn der dieses Geld beispielsweise dazu nutzt, in den Urlaub zu fliegen, wird der klimatechnische Vorteil damit wieder zunichte gemacht. Ein anderes Beispiel wäre der Verkehr: Sparsamere Autos sind hinsichtlich der Kosten fürs Tanken günstiger. Dies kann dazu verleiten, das Auto öfters zu benutzen. Auch damit wäre der Effekt fürs Klima gleich null.

Eine Möglichkeit hier anzusetzen - ohne an die Vernunft jedes Einzelnen appellieren  zu müssen - wäre Energie bzw. CO2-Ausstoß kontinuierlich teuerer zu machen, so dass unter dem Strich durch Energiesparmaßnahmen kein Kostenvorteil mehr entsteht. Ein Unterlassen von Energiesparmaßnahmen würde damit allerdings zu massiven finanziellen Nachteilen führen, was ja im Sinne des Klimaschutzes wäre. Der Anreiz für Klimaschutzmaßnahmen würde damit nicht aus den finanziellen Vorteilen von Energiesparmaßnahmen erwachsen, sondern vielmehr aus dem Wunsch, finanzielle Nachteile zu vermeiden.